Eine zweite Sprache ist mehr als ein zusätzlicher Menüpunkt.
Eine mehrsprachige Website braucht passende Seitenzuordnungen, Navigation, Formulartexte und eine klare Entscheidung über den Sprachumfang. Welche Seiten werden übersetzt, welche unabhängig geschrieben und welche bleiben bewusst ohne Entsprechung? Das wird vor Umsetzung festgelegt.
Dabei zählen Inhaltsseiten und Sprachfassungen getrennt. 15 deutsche Seiten mit 15 englischen Entsprechungen sind 30 veröffentlichte Sprachfassungen, aber nicht 30 neue individuelle Layouts. Diese Unterscheidung macht Aufwand und Preis verständlicher.
Drei redaktionelle Ausgangslagen.
Gelieferte, fachlich freigegebene Texte können eingepflegt und technisch geprüft werden. Eine Übersetzungsproduktion benötigt dagegen Quellen, Terminologie und sprachliche Überarbeitung. Eine eigenständige englische Angebotsseite kann zusätzlich eine andere Erklärung, Beispiele oder Ansprache benötigen.
Automatisierte Übersetzung kann einen Entwurf liefern. Gerade bei technischen Aussagen, Preisen und Leistungsgrenzen bleibt eine verantwortliche Freigabe erforderlich. Wir sagen keine fachliche Richtigkeit allein aufgrund eines eingesetzten Übersetzungstools zu.
Content-Onboarding soll Arbeit ordnen.
Statt unstrukturierter Materialsammlungen vereinbaren wir ein kleines Inhaltsinventar: Seite, Textstand, Medien, Sprache, fachlicher Owner und Freigabestatus. Vorhandene Tonalitätsregeln und Glossare werden übernommen, wenn sie geeignet sind. Fehlende Fakten werden sichtbar abgefragt, nicht stillschweigend ergänzt.
- Quellfassung und freigegebene Sprachentwürfe kennzeichnen.
- Begriffe, Produktnamen und kaufmännische Hinweise konsistent halten.
- Bildrechte und gegebenenfalls Bildtexte pro Sprachfassung prüfen.
- Änderungen an der Quelle mit einem Verantwortlichen für die Folgesprache verbinden.
Was wir technisch und redaktionell prüfen.
WPML verwaltet die Sprachzuordnung der Seiten. Für den vereinbarten Umfang prüfen wir unter anderem den Wechsel zwischen den tatsächlichen Entsprechungen, Navigation, Anfragekontext und vorhandene Formulartexte. Die Seitensprache muss zum Inhalt passen; fachlich sinnvolle Bildalternativen werden pro Sprache benötigt.
Ein technischer Sprachwechsel ersetzt keine sprachliche Redaktion. Ebenso macht ein korrekt gesetztes Sprachsignal eine Seite nicht automatisch in einem anderen Markt sichtbar. Suchintention und Marktanforderungen sind eine eigene redaktionelle Aufgabe.
Was im Angebot stehen sollte.
Das Angebot benennt Sprachfassungen, technische Einrichtung, Einpflege, Textproduktion und fachliche Abnahme getrennt. Es hält auch fest, wer spätere Änderungen nachzieht. Weitere Märkte können andere Leistungen und rechtliche Anforderungen mitbringen; sie sind nicht automatisch eine einfache Kopie der ersten Sprache.
Unser DE/EN-Business-Paket setzt gleiche Struktur und gelieferte freigegebene englische Texte voraus. So bleibt der Einstieg kalkulierbar, ohne unabhängige Redaktion oder Spezialübersetzungen unsichtbar einzupreisen.
Quellen und Grenzen
Dieser Leitfaden ist eine Planungshilfe, kein Zertifikat, keine rechtliche Bewertung und keine Zusage für Rankings, Umsatz oder Conversion-Steigerungen.
Für Ihre Website einordnen
Wir unterscheiden geliefertes Englisch, Übersetzungsproduktion und eigenständige Redaktion. Die DE/EN-Option von Website Business gilt für freigegebene gelieferte Entsprechungen.
B2B-Angebote auf der Website verständlich positionieren